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Wie neue Automarken heute wirklich Vertrauen gewinnen

Johannes Roth
27. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Okt.


Besucher betrachten neue SUV-Modelle auf dem Stand einer Automesse

Ein Elektroauto zu entwickeln ist heute einfacher umsetzbar als je zuvor. Eine Marke aufzubauen bleibt die größere Aufgabe.


Von Johannes Roth, CURTH+ROTH


Komponenten und Experten gibt es heute am Markt. Die Entwicklung selbst bleibt eine große Aufgabe. Aber sie ist lösbar, wenn Kapital und Wille vorhanden sind.


Das zeigt der Blick auf neue Automarken der letzten Jahre. Sie kommen aus Saudi-Arabien, der Türkei, Vietnam und natürlich China.


Viele neue Marken sind wieder verschwunden


Viele dieser Marken sind inzwischen wieder verschwunden. Meist wegen Finanzierungsproblemen oder gescheiterter Produktion. Das sind die sichtbaren Gründe.


Doch dahinter steckt oft ein tieferes Problem: fehlendes Vertrauen. Investoren, die zögern. Kunden, die abwarten. Und Vertrauen ist am Ende eine Frage der Marke.


Die eigentliche Aufgabe ist die Marke


Die eigentliche Herausforderung liegt also woanders. Nicht im Bau des Autos, sondern im Aufbau der Marke. Und darin, diese Marke langfristig in den Köpfen der Käufer zu verankern.


Das bedeutet vor allem eines: öffentliches Vertrauen gewinnen. Dahinter stecken wichtige psychologische Grundlagen.


Dazu gehört auch eine verlässliche Service-Infrastruktur. Und frühzeitige Investitionen in den Gebrauchtwagenmarkt. Denn niemand möchte eine Investition von über 30.000 Euro in den Sand setzen.


Die ersten neuen Marken sind an genau dieser Aufgabe gescheitert. Mal am Qualitätsmanagement, mal an der Markenführung.


Es reicht nicht, ein Auto einmal im Showroom zu zeigen oder auf einer Messe auszustellen. Vertrauen entsteht so nicht.


Was das für die Marktforschung heißt


Eine relevante, differenzierte Marke zu entwickeln, braucht deshalb auch Marktforschung. Und zwar eine, die tiefer schaut als nur auf Likes und Dislikes.


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